Häusliche 24 Stunden Betreuung und Pflege - Pflegemanufaktur24
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© 2016 Häusliche 24 Stunden Betreuung und Pflege - Pflegemanufaktur24
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflege- und Gesundheitsnews

 

Besserstellung von Demenzkranken

04. April 2016, Manfred Bosl

Seit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes II im Januar 2016 haben sich für die Pflegeversicherungen und deren Versicherten einige wichtige Änderungen ergeben. Die wichtigsten Anpassungen betreffen u.a. folgende Bereiche:

Neue Pflegegrade:

Statt 3, wird es ab 01.01.2017 nun 5 Pflegestufen geben. Dabei profitieren vor allem Demenzkranke, deren Krankheit bei der Einstufung zu einer Pflegestufe bisher oft zu wenig berücksichtigt wurde, da sich die Prüfung durch den MDK meistens an körperlichen Gebrechen orientierte. Bei der Neuerung wurde ebenfalls berücksichtigt, dass Pflegebedürftige, die bereits eine Pflegestufe haben, nicht weniger Leistungen erhalten.

Angehörige:

Pflegenden Angehörigen wird durch das neue Gesetz eine bessere Absicherung bzgl. der Renten- und Arbeitslosenversicherungen zuteil.

Rehabilitation:

Um die Pflegebedürftigkeit per se zu verhindern oder abzumildern, wird der MDK (Medizinische Dienst der Krankenversicherung) dazu herangezogen, geeignete Rehabilitationsmaßnahmen zu empfehlen.  

Ist 24h-Betreuung aus Polen legal?

18. Juli 2015, Manfred Bosl

Die Rechtsanwältin Bärbel Schönhoff nimmt auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Stellung zu selbständigen Betreuungskräften aus dem osteuropäischen Ausland.

Bärbel Schönhoff ist Rechtsanwältin und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Zudem ist sie als Lehrbeauftragte an der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie tätig. Die undurchsichtige Rechtslage bezüglich osteuropäischer Haushaltshilfen und Betreuungs- und Pflegekräfte sorgt immer wieder für Verwirrung. Gerade bei selbständigen Betreuungskräften ist vielen betroffenen Auftraggebern - also den Familien, die eine Betreuerin engagiert haben - nicht bewußt, dass die Beschäftigung einer selbständigen osteuropäischen Betreuungskraft sehr unangenehme Folgen haben kann.

Frau Schönhoff nimmt Bezug auf einen selbst erlebten Fall, in dem der betroffene Angehörige eines Pflegebedürftigen eine Nachforderung der Sozialversicherungsbeiträge, sowie der Lohnsteuer erhielt. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn eröffnet und eine Geldbuße von 3.000,- € verhängt. Grund war eine vorliegende Scheinselbständigkeit der Betreuerin. Mehr zum Thema Legalität in der 24h-Pflege erfahren Sie hier.

Dies zeigt, mit welchen Risiken die Beschäftigung einer selbständigen Betreuungskraft/Haushaltsthilfe behaftet ist. Aus diesem Grund sollten Interessierte ausschließlich auf BetreuerInnen zurückgreifen, die in ihren Heimatländern angestellt sind. Nur so ist gesichert, dass sämtliche sozialversicherungsrelevanten Abgaben getätigt werden und den deutschen Gesetzen Genüge getan ist.

Quelle: wegweiser-demenz.de

Mindestlohn für osteuropäische 24h-Betreuungskräfte

23.01.2015, Manfred Bosl

Seit 01. Januar 2015 ist es nun soweit und der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde gilt auch für 24h-Betreuungskräfte aus dem EU-Ausland. Sämtliche seriösen Anbieter sahen sich deshalb gezwungen die Preise zu erhöhen, um den neuen rechtlichen Gegebenheiten Folge zu leisten.

Trotz des für viele schmerzlichen Preisanstiegs zeigt sich bereits in den ersten Wochen nach der Einführung des Mindestlohnes, dass die 24h-Betreuung nach wie vor ein hervorragendes Modell ist, welches für viele Familien eine gute häusliche Versorgung ihrer Betreuungs- und Pflegebedürftigen gewährleistet.   

Mehr Pflegegeld für häusliche Betreuung ab 2015

11. Juni 2014, Manfred Bosl

Nachdem Bundesminister Hermann Gröhe den ersten Teil der Pflegereform auf den Weg gebracht hat, erhöhen sich ab Januar 2015 die Pflegesätze. Familien erhalten daher für die häusliche Pflege folgende Beträge:

  • Pflegestufe 0 (nur bei Demenz): 123,- €
  • Pflegestufe 1: 244,- €, bei Demenz 316,- €
  • Pflegestufe 2: 458,- €, bei Demenz 545,- €
  • Pflegestufe 3: 728,- € (mit oder ohne Demenz)

Multiresistente Keime - die große Gefahr!

02. April 2014, Manfred Bosl

Immer öfter kommt es vor, dass sich Menschen - oftmals bei einem Klinikaufenthalt - mit MRSA oder anderen multiresistenten Erregern anstecken. Während die Keime für den gesunden Menschen keine Gefahr darstellen, sind Menschen, die durch andere Krankheiten bereits geschwächt sind, hochgradig gefährdet. Speziell Senioren mit einem geschwächten Immunsystem kann es unter Umständen schwer treffen.

Um Betroffenen und Angehörigen dabei Hilfestellung zu leisten, wie man eine Ansteckung am besten vermeidet oder was bei einer Ansteckung zu tun ist, hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit den kostenlosen Ratgeber "Umgang mit multiresistenten Keimen" erstellt, der auf der Webseite des Kuratoriums heruntergeladen werden kann. Wer möchte, kann sich ein gedrucktes Exemplar für 6,00 € zzgl. Versandkosten bestellen. Hier können Sie den Ratgeber ebenfalls donlowden.

Hausnotruf – sinnvoller Zusatz zur 24-Stunden-Betreuung

13. Februar 2014, Sabine Kleime

Mit der wachsenden Anzahl alleinlebender Senioren verbuchen auch Hausnotruf-Dienste eine steigende Nachfrage, denn mit dem Einsatz eines entsprechenden Systems lässt sich im Notfall einfach, schnell und zuverlässig Hilfe herbeirufen.

Zwar richtete sich die Idee des Hausnotruf ursprünglich an Menschen, die in einem Singlehaushalt leben, sie bieten aber ebenso einen Mehrwert für all diejenigen, die eine 24-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen. Hierbei kann der Einsatz eines Hausnotrufsystems dann sinnvoll sein, wenn sich die Betreuungskraft außer Haus befindet – beispielsweise zur Erledigung der Einkäufe – oder wenn es zu einer Situation kommt, in der die Hilfe eines Rettungsdienstes unumgänglich wird.

Die Funktionsweise eines  Hausnotrufs sieht wie folgt aus: über einen Knopfdruck auf den Handsender, der um das Handgelenk oder den Hals getragen werden kann, benachrichtigt die hilfebedürftige Person die Notrufzentrale. Daraufhin wird über die fest angebrachte Basisstation ein Sprachkontakt mit einem Mitarbeiter des Notrufdienstes hergestellt, der wiederrum die notwendigen Schritte einleitet. Je nach Situation werden vorher festgelegte Kontaktpersonen (Betreuungskraft, Angehörige, Nachbarn, etc.) oder Rettungskräfte benachrichtigt. Die Vorteile bestehen somit zum einen darin, dass umständliche und zeitkostende Telefonanrufe entfallen. Zum anderen erfolgt aufgrund der vorherigen Erfassung der Personendaten und des Krankheitsbildes des Hausnotruf-Inhabers eine exakte Information der Rettungsdienstmitarbeiter bezüglich der am Einsatzort benötigten Hilfeleistung.

Bei der Anbieterauswahl empfiehlt es sich auf eine der bundesweit agierenden Hilfsorganisationen wie beispielswiese die Malteser oder Johanniter zurück zu greifen, denn diese Organisationen besitzen durch das eigene Rettungsdienstnetzwerk und die jahrzehntelange Erfahrung die besten Voraussetzungen und gelten somit als zuverlässige Anbieter mit entsprechender Qualität. Die Kosten zwischen den Anbietern unterscheiden sich nur geringfügig und im Falle einer vorliegenden Pflegestufe kann ein Hausnotruf sogar komplett seitens der Pflegeversicherung finanziert werden.

Und wer hilft den Angehörigen?

23. September 2013, Manfred Bosl

Der psychologische Druck, dem pflegende Angehörige ausgeliefert sind, ist oft immens. Bevor dieser Druck zu groß wird und die eigene Gesundheit vielleicht in Form von Depressionen oder eines Burn-Out-Syndroms Schaden nimmt, sollten unbedingt die notwendigen Schritte für das eigene Wohl unternommen werden.

Die Catania gemeinnützige GmbH hat mit www.pflegen-und-leben.de ein Internetportal zur psychologischen Unterstützung von Angehörigen, Freunden, Bekannten und Nachbarn pflegebedürftiger Menschen ins Leben gerufen. Das Portal gibt Betroffenen die Möglichkeit, kostenlos Beratung und Hilfestellung zu erhalten. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Pflegenotstand in Deutschland immer dramatischer

04. Oktober 2012, Manfred Bosl

Der Zeitschrift "die Welt" liegen bisher noch unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Pflegebereich vor.

Die Erhebungen zeigen unter anderem, dass die Zahl der Pflegebedürftigen, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen allein von 2009 bis 2010 um 5 % von 392.000 auf 411.000 Menschen gestiegen ist. Rund Dreiviertel davon leben in Heimen. Deutschland droht daher langsam aber sicher der Pflegekollaps. Jeder Fünfte in Deutschland ist mittlerweile über 65 Jahre alt. Deutschland hat damit die zweitälteste Bevölkerung der Welt - nach Japan.

Laut Prognosen des Sozialverbandes VDK steigt die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit rund 2,4 Mio auf 4,7 Mio im Jahr 2050, während gleichzeitig immer weniger Deutsche in die Sozialsysteme einzahlen werden. Der VDK betont außerdem, dass das Risiko weiter steigt, in die Altersarmut zu rutschen. Grund sind unter anderem die hohen Heimpreise. So liegen sie, beispielsweise bei Pflegestufe 3, bei bundesweit durchschnittlich 2.900,- €. 1.550,- € werden bei dieser Pflegestufe von der Pflegekasse übernommen. Den Rest muss der Pflegebedürftige oder seine Familie aufbringen.

Als mögliche Lösung wird in der Politik über Kooperationen mit Pflegeheimen in anderen Ländern wie zum Beispiel im Ostblock diskutiert. So wird mit aberwitzigen Lösungsmodellen hantiert, nur um irgendwie der nahenden Katastrophe zu entgehen. Der Bürger wird gelinde gesagt mit Skepsis reagieren, wenn ihm ernsthaft nahegelegt wird, dass er, nachdem er ein Leben lang in die Sozialsysteme eingezahlt hat, seinen pflegebedürftigen Angehörigen in ein Pflegeheim nach Bulgarien bringen soll. Stattdessen ver(sch)wendet der Staat die Steuergelder für marode Banken und Länder wie Griechenland, um einen billionenschweren Schutzschild zu installieren, der sie vor der Pleite retten soll.

Angesichts dieser Tatsachen kommt unweigerlich die Frage auf - wo ist der Schutzschild für die Pflegebedürftigen in Deutschland?

Gesetz zur Pflegereform

02. Juli 2012, Manfred Bosl

Das Gesetz zur neuen Pflegereform ist beschlossene Sache. Mit 324 Ja- zu 267 Neinstimmen beschloss der Bundestag die lang angekündigten Änderungen. Die Leistungserhöhungen treten ab dem 01. Januar 2013 in Kraft und werden durch eine 0,1 prozentige Erhöhung der Beiträge finanziert.

Wesentliche Änderungen:

  • Demenzkranke, die (noch) keine Pflegestufe haben, erhalten zukünftig 120,- € Pflegegeld und 225,- € Sachleistungen
  • Aufstockung der Unterstützungsleistung für altersverwirrte Menschen mit Pflegestufe 1 oder 2 im Falle einer häuslichen Pflege
  • Bei Unterbringung in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung wird weiterhin der durch die Pflegestufe festgelegte Betrag weiterbezahlt
  • Förderung neuer Wohnformen

Speziell für demenzkranke Menschen bestand längst akuter Handlungsbedarf, da sie zwar oftmals noch in der Lage sind, viele alltäglichen Dinge selbst zu bewerkstelligen, meist aber bereits eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen.

Auch der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung wird in Zukunft mit 5,- € / Monat gefördert. Voraussetzung ist eine Versicherungspolice von mindestens 10,- € / Monat. Laut dem Verband der privaten Krankenkassen werden mit diesem Mindestbeitragssatz von 15,- / Monat im Bedarfsfall ca. 600,- an einen Pflegebedürftigen mit Pflegestufe 3 ausbezahlt. (Reinhold Schulte in den «Westfälischen Nachrichten“)

Die Opposition und der Sozialverband VdK halten die vom Bundestag beschlossene Pflegereform für „völlig unzureichend“. Vor allem die 5,- € Förderung sei nicht akzeptabel, da sich Geringverdiener diese Zusatzversicherungen nicht leisten könnten.

Mehr Pflegegeld für Demenzkranke

01. Februar 2012, Manfred Bosl

Gesundheitsminister Daniel Bahr hat in einem Gesetzentwurf zur Pflegereform angekündigt, dass an Demenz erkrankte Personen ab dem 01. Januar 2013 mehr Geld für die häusliche Pflege erhalten sollen.

Ziel ist es, den Erkrankten einen möglichst langen Aufenthalt zu Hause zu ermöglichen und den Gang in ein Pflegeheim hinauszuschieben.

Betroffen von der geplanten Neuregelung sind das Pflegegeld für eine häusliche Betreuung, sowie die Pflegesachleistung genannte Leistung für die Pflege/Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst. Die neuen Pflegesätze sollen wie folgt aussehen:

 

Pflegegeld:

Bisher erhielten Demenzkranke mit Pflegestufe 0 lediglich einen Betrag von max. 100,- € bzw. bei besonderem Bedarf 200,- € pro Monat.

Ab 01. Januar nächsten Jahres sind für diese Pflegestufe zusätzlich 120,- € vorgesehen. Dies ergibt eine maximal mögliche Höhe von insgesamt 320,- € pro Monat. Pflegestufe 1 wird von monatlich 235,- auf 305,-€ angehoben und bei Pflegestufe 2 sind monatlich 525,- € anstelle von 440,- zu erwarten. Zusätzlich kann auch hier der Maximalbetrag des Betreuungszuschusses von max. 200,- € pro Monat bezogen werden.

 

Pflegesachleistung:

Die Pflegesachleistung kommt im Falle einer Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes zur Anwendung.

Wie beim Pflegegeld konnten bisher 100,- € bzw. in besonderen Fällen 200,- € zusätzlich bezogen werden. Ab dem 01. Januar werden für diese Pflegestufe  225,- ausbezahlt. Bei Pflegestufe 1 soll die Ausschüttung 665,-€ anstelle von 450,-€ betragen und in Pflegestufe 2 steigt der Satz von 1.100,- € auf 1.250,-€. In allen Fällen plus dem bereits erwähnten Betreuungszuschlag für Demenzkranke von maximal 200,-€.

Hinzu kommt ferner eine Neuregelung der Kurzzeitpflege – also der kurzfristigen Unterbringung eines demenzkranken Angehörigen in einem Pflegeheim oder einer Kurzzeitpflegeeinrichtung. Während dieser Zeit erhält der pflegende Angehörige derzeit zwar einen Betrag von max. 1.550,- € pro Jahr (Pflegestufe 1 bis 3), das Pflegegeld für die jeweilige Pflegestufe fällt allerdings während dieser Zeit weg. Zukünftig sollen 50 % des Pflegegeldes parallel ausbezahlt werden.

Finanziert wird die Anhebung der Pflegegelder durch eine Beitragserhöhung der Pflegeversicherung um moderate 0,1 %. Einige Experten sind allerdings der Ansicht, dass diese Beitragserhöhung die Kosten nicht decken wird. Vor allem die politische Opposition läuft Sturm, vergisst allerdings zu erwähnen, dass Sie selbst in Ihrer Regierungszeit nichts dergleichen unternommen hat, um die Pflegemisere für die Betroffenen in erträgliche Bahnen zu lenken.

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass diese längst fällige Unterstützung von Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen ein Schritt in die richtige Richtung und daher sehr zu begrüßen ist. Vorerst handelt es sich allerdings nur um einen Gesetzesentwurf, der zuerst die parlamentarischen Hürden überwinden muss.

Bleibt abzuwarten, ob dieser Vorstoß der schwarz-gelben Koalition ernst gemeint ist, oder ob es sich nur um ein wahltaktisches Manöver für die im September 2013 anstehenden Bundestagswahlen handelt.

Dreiviertel aller Frauen werden pflegebedürftig

19. Januar 2012, Manfred Bosl

Der kürzlich vorgestellte Barmer GEK Pflegereport für 2011 rückt die Pflege in Deutschland wieder einmal in den Fokus der Aufmerksamkeit. Nicht nur den Bürgern, sondern auch der Politik wird durch diese Studie vor Augen geführt, dass das Thema Pflege jeden betrifft. Dass es sich hierbei um eine schier unlösbare Problematik handelt, zeigen die teilweise alarmierenden Zahlen der Studie.

Danach werden 72 % aller Frauen und 50 % aller Männer im Alter von einer Pflegebedürftigkeit betroffen sein. Mehr als die Hälfte, genau gesagt 58 % aller Pflegebedürftigen, leiden dabei an der unheilbaren Krankheit Demenz. Zu behaupten - wie es viele Experten tun - dies läge allein an der gestiegenen Lebenserwartung der Bevölkerung, entspricht allerdings nur der halben Wahrheit. Denn nicht nur Menschen im Seniorenalter sind betroffen. Auch die Pflegebedürftigkeit der über 30-jährigen steigt rasant an. Diese Zahlen bedeuten einen Anstieg von rund 6 % in den Jahren 1999 bis 2009. Stellt sich also die Frage, wann die Politik endlich adäquat reagieren wird, um dieser sich anbahnenden, sozialen Katastrophe wirksame Strategien entgegenzusetzen. Die angedachte Pflegereform könnte ein erster Schritt sein, wenn sie nicht wieder durch allzu große Kompromissbereitschaft vernebelt und damit unbrauchbar gemacht wird. Zur Beruhigung der Gemüter hat Angela Merkel zum 01. Januar 2013 eine Milliarde an Mehraufwendungen für Demenzkranke angekündigt - finanziert durch die Erhöhung der Pflegeversicherung um 0,1 %. Dass es sich dabei nur um den berühmten Tropfen auf dem heißen Stein handelt, muss nicht betont werden.

Nach den tatsächlichen Ursachen dieser Entwicklung wird leider viel zu selten gefragt, denn der Mensch ist nicht per se zum Kranksein bestimmt - auch nicht im Alter! Könnten die Ursachen nicht in den Giften, die den Menschen durch die Nahrungsmittelindustrie verabreicht werden liegen? Oder in gentechnisch veränderten Lebensmittel? In der Umweltverschmutzung oder dem Dauerstress im Berufsleben? In völlig überzogenen Impfkampagnen mit ihren Nebenwirkungen oder den, mit Aluminium und anderen chemischen Zusatzstoffen verseuchten Kosmetikprodukten etc.? Wäre es nicht eine der vorrangigsten Aufgaben der Politik, der Industrie in diesen Punkten besser auf die Finger zu schauen, statt sich auf gesponserte Studien und Unbedenklichkeitserklärungen der Wirtschaft zu verlassen?

Stattdessen werden die Symptome mit der Geldspritze behandelt. Doch Geld wird knapp in den nächsten Jahren - das weiß mittlerweile jedes Kind.

Wir freuen uns über Ihre Anfrage!

Ihr Pflegemanufaktur24 - Team